Bei einem kleinen Spaziergang des SPD-Ortsvereins Kissing im
schönsten Sonnenschein informierten Bürgermeister Manfred Wolf und
SPD-Gemeinderatsmitglieder die zahlreichen Besucher über aktuelle Bauvorhaben
und Neuerungen im Altort.
Im Friedhof lobten die Gäste die gepflegten Wege und Plätze. Dabei
wurden die neuen Urnenstelen und weiteren Standorte für Urnengräber gezeigt. Im Bereich
der Hochstraße und des Leitenweges erläuterte Wolf die zukünftigen
Verbesserungsmaßnahmen für den Starkregenabfluss.
Dazu gehören auch die Regenwasserkanäle, die in Teilbereichen in
der Bachernstraße geändert werden. Besonders interessant waren die Diskussionen
und die Meinungen bei dem abgelehnten Bauvorhaben am Greppenfeldweg an der
oberen Bachernstraße.
Während Bauwillige es nicht einsehen wollen, dass sie hier im
Außenbereich kein Baurecht bekommen, sind die Unterlieger sehr froh darüber. Sie
hoffen darauf, dass keine weiteren Versiegelungen eine mögliche
Starkregensituation verschlimmern. Außerdem wäre eine Erschließung für einzelne
Wohnhäuser mangels Kanal- und Wasserleitungen und wegen der engen Straßenteile
sehr aufwändig und sehr teuer für alle Anlieger und Gemeindebürger. Die müssten
alle mit zahlen und letztendlich wird der Abfluss von Regenwasser durch weitere
Straßenteile noch stärker und löst damit zusätzliche Investitionen aus. Die
Kanäle sind jetzt schon überlastet.
Auf der Strecke wurden auch Schadensbeispiele bei vergangenen
Starkregenereignissen wieder ins Gedächtnis gerufen. Vor ca. 10 Jahren schwammen
sogar schwere Kanaldeckel auf der Straße weg und Wassermassen flossen mit Geröll
ungehindert in Gärten, Garagen und Keller.
Bürgermeister Wolf erläuterte, dass in Kissing beim Thema
Hochwasser keine weiteren Fehler gemacht werden dürfen und damit eine
zusätzliche Versiegelung durch neue Straßenteile im Altort unbedingt
unterbleiben müsse. Ähnliche Beispiele für Probleme im Abflussverhalten und
Hochwasser gibt es eben nicht nur im Badangergebiet, sondern auch z.B. in der
auf dem Berg gelegenen Ottmaringer Straße. Hier sind Abflussgräben überbaut oder
entfernt worden und das löste damit sogar auf der Anhöhe Überschwemmungen bis in
die dortigen Erdgeschosswohnungen aus.
Oberhalb dieser gefährdeten Wohnhäuser baut die Gemeinde in
nächster Zukunft deshalb teure zusätzliche Rückhaltebecken.
Bei den ehemaligen Gemeindehäusern (siehe Bild), die jetzt zur
Wohnbau GmbH des Landkreises gehören, zeigte der Bürgermeister die geplanten
Vorhaben und Verschönerungen. Die neuen Häuser werden den Altort deutlich
aufwerten. Wichtig ist dabei auch, dass die Mieter sozialverträglich nach
Möglichkeit Ersatzwohnungen bekommen und keine Nachteile
haben.
Auf Höhe der Peterskirche wusste so mancher Bewohner bisher noch
nicht, dass die Peterskirche sogar im Besitz der Gemeinde und nicht der
Kirchengemeinde ist. Bei Informationen und Diskussionen über eine mögliche
Bürgerwindkraftanlage und der Standortwahl wurde die Wanderung fortgesetzt. Über
den neu errichteten aber noch nicht freigegebenen Kinderspielplatz am Pfarranger
und die Alte Schule ging es dann zum Schloss Kissing, dem Bäckerwirt. Die
Teilnehmer zeigten sich zum Schluss begeistert über die Informationsvielfalt und
die interessanten Gespräche. die sie noch lange über die aktuelle
Gemeindepolitik in der schönen lauen Sommernacht im dazu gehörigen Biergarten
weiterführten.